RICHTLINIEN ZUR AUSBILDUNG VON PI-PRAKTIZIERENDENDas PI-Ausbildungsprogramm richtet sich an Interessierte, die professionelle, ganzheitliche Körperarbeiter werden möchten. Die Ausbildung ist intensiv und deren Realisierung erfordert viel Reife und Vorbereitung, um sie mit Disziplin, Aufmerksamkeit und Respekt anderen gegenüber durchzuführen. Bewerber sollen folgende Voraussetzungen erfüllen: 1) Selbst-Erfahrung: Tiefe Körperarbeit: Die Bewerber sollten ein Minimum von 10 Sitzungen (in von dem Trainer anerkannten Methoden) tiefer Bindegewebsarbeit erhalten haben. Rebalancing, Heller Arbeit, Rolfing und Reichianische Arbeit stellen Beispiele für anerkannte Methoden dar. Darüberhinaus sollten die Bewerber mindestens zwei Sitzungen in Postural Integration erhalten haben. Ebenso sollten sich die Bewerber darauf einstellen, zusätzliche Sitzungen ergänzend zu einem Training zu nehmen. Emotionale Arbeit: Die Bewerber sollten mindestens 10 Sitzungen (in von dem Trainer anerkannten Methoden) mit emotionaler Arbeit erhalten haben. Gestalt, Reichianische Arbeit, Rebirthing, Primär-Therapie und Bio-Energetik sind Beispiele für anerkannte Arbeit. In einzelnen Fällen kann die ganzheitliche Verbindung von sowohl emotionaler wie körperlicher Arbeit in einer einzigen Sitzung die Erfordernisse an tiefer Bindegewebsarbeit und emotionaler Arbeit erfüllen. Erfahrung im physischen Kontakt: Die Bewerber sollten Erfahrungen mit Methoden haben, die mit Körper-Berührung arbeiten, z. B. mit Massage. 2) Beschreibung der persönlichen Geschichte und Zielsetzung: Ein Bewerbungsbogen mit Angaben über die persönliche Geschichte, Erfahrung, frühere Trainings und die Zielsetzung für die Teilnahme am Training wird an den Trainer adressiert. 3) Vereinbarung: Nach Kenntnisnahme der „Teilnehmer-Vereinbarung“, die die Bewerber mit dem Ausbildungs-Katalog erhalten, wird diese unterschrieben an den Trainer adressiert. Diese Vereinbarung stellt die professionelle Dimension der Ausbildung, die für die Ausbildung notwendige Vorbereitung sowie die Verantwortung der Teilnehmer während der Ausbildung heraus. B. Das Ausbildungs-Programm Postural Integration verbindet die gleichzeitige Arbeitsweise mit
Das Ausbildungsprogramm beinhaltet drei Phasen, üblicherweise verteilt über drei Jahre. Der Ausbildungsumfang dieser drei Phasen beträgt mindestens 700 Stunden. Die ersten zwei Phasen sollten ein Minimum von 500 Stunden, üblicherweise über zwei Jahre verteilt, erfüllen. Als Zulassung zum folgenden Ausbildungsabschnitt legt der Teilnehmer dem Trainer am Ende jeder Trainingsphase einen Bericht über die vollbrachte Lernerfahrung vor. Phase I: Während dieser Phase lernen die TeilnehmerInnen die grundlegenden Kenntnisse und Fähigkeiten, um veraltete Strukturen in Körper, Geist und Seele zu verändern. Die ersten sieben Arbeitseinheiten werden demonstriert und unter den Teilnehmern ausgeübt. Während dieser Arbeit liegt der Schwerpunkt auf der systematischen Entwirrung der Fasciaschichten, der Gefühle und der Einstellungen und Haltungen. Ein Ausbildungshandbuch mit der vollständigen Darstellung des PI-Prozesses in Theorie und Praxis wird den TeilnehmerInnen vom Trainer ausgehändigt. Es wird mit Ausbildungs-KlientInnen unter Supervision gearbeitet. Außerhalb der Ausbildung sollen 50 zusätzliche Stunden in durch den Trainer empfohlene Arbeit genommen werden. Die Wahl zu den jeweiligen Weiterbildungen findet in Absprache zwischen dem Trainer und den TeilnehmerInnen statt. Mögliche Vorschläge könnten beispielsweise sein: Workshops in Atemarbeit, Bioenergetik, Bewegungsbewußtsein, usw. Eine begrenzte Zahl dieser Stunden könnte von den TeilnehmerInnen vor der Ausbildung genommen worden sein. Lehrplan für Phase I (interne Ausbildung): Phase II (interne Ausbildung): Während der internen Ausbildung vor Beginn der Phase III arbeiten die Teilnehmer untereinander an sich selbst, wiederholen das didaktisch aufbereitete schriftliche Material, führen ein persönliches Tagebuch über ihre Erfahrungen und arbeiten mit Ausbildungs-KlientInnen unter Supervision. Die Arbeit ist sehr wirkungsvoll und braucht viel Zeit, um sie gut ausüben zu können. Die TeilnehmerInnen befinden sich immer noch in einem Ausbildungsprozess und üben keine PI-Tätigkeiten in der Öffentlichkeit aus, d.h. mit Klienten oder mit Ausbildungsklienten ohne Supervision. Ebenso werden von TeilnehmerInnen keine Demonstrationen oder Workshops angeboten. Phase III – Praktikum: Während des Praktikums sollte ein/e TeilnehmerIn mindestens zweihundert Stunden tätig sein, und zwar mit:
Supervision ist in unterschiedlicher Weise möglich und es ist dem Trainer überlassen, angemessene und effektive Supervisions-Möglichkeiten vorzuschlagen. C. Zertifizierung: Nach Beendigung der Phase III können die TeilnehmerInnen den Antrag zur Zulassung als Praktizierende in Postural Integration stellen.
Austausch, Unterstützung und Supervision bleiben auch nach der Zertifizierung immer noch wichtig. Ausbildungs-Lehrplan für spezielle TeilnehmerInnen In Anerkennung dieser Vorerfahrung kann diesen TeilnehmerInnen eine ausgewählte Kombination von Anforderungen zur Erlangung des Zertifikats nach folgenden Empfehlungen angeboten werden.
Fortgeschrittenen-Ausbildung (Master PI) Nach der Zertifizierung in Postural Integration und der Durchführung eines Minimums von 100 Stunden Einzelsitzungen mit KlientenInnen innerhalb eines Jahres besteht für PI-Praktizierende die Möglichkeit der professionellen Weiterentwicklung durch die Teilnahme an einer Fortgeschrittenen-Ausbildung. Der erste Abschnitt dieser Ausbildung besteht in der Arbeit mit den „Diaphragmen des Gleichgewichts“: den Fontanellen entlang der Schädeldecke, dem oberen und unteren Gaumen, dem Halsinnern und der ersten Rippe, dem Zwerchfell und dem äußeren Becken. Nachdem diese Membranen befreit sind, beginnen sie, sich spontan und rhythmisch hin und her zu bewegen und frei miteinander zu interagieren und vermitteln somit Wärme und ein gesundes Wohlbefinden. Der zentrale Ausbil-dungsinhalt bezieht fortgeschrittene Sitzungen für die Arbeit mit dem Kern mit ein. Der zweite Ausbildungs-Abschnitt beinhaltet die inneren Strukturen des Beckens und den unteren Beckenboden. Die TeilnehmerInnen lernen, die tieferen Schichten des Bindegewebes und den damit verbundenen Gefühlen zu öffnen und alte Frustrationen aufzulösen und die Verbindung zwischen weiteren tiefliegenden, intimen Schichten der Leidenschaft, Liebe und Freude wiederherzustellen Zur Zertifizierung als Fortgeschrittene/r Master Postural Integrator‘ ist nur die Teilnahme am ersten Ausbildungsabschnitt erforderlich sowie das Verfassen eines 10-seitigen Erfahrungsbericht darüber |

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